Lohnt sich Bitcoin Mining in Deutschland?

Eigene Hardware ist out, Crowd-Funding ist in

Update April 2017: Die Zeiten, in denen man selbst einen normalen PC speziell konfiguriert und damit Profit beim Bitcoin Mining macht , sind schon lange vorbei. Heutzutage wird BTC-Mining mit speziell dafür herstellter Hardware betrieben. Hier gibt es unglaubliche Infos, wie heute Bitcoin Mining betrieben wird und fantastische Tipps wie Sie daran mitverdienen können.

Da die wirklich profitable Hardware, um Bitcoins zu errechnen („Mining“) mehrere zehntausend €uro pro Maschine kostet, bieten viele Firmen Beteiligungen an und sammeln so, ähnlich wie Venture Capital Gesellschaften, Geld ein, um neue Hardware zu kaufen. Man kann sich also an einer speziellen Hardware entsprechende Anteile kaufen und profitiert dann mit einem entsprechenden Anteil an den errechneten Bitcoins oder man mietet sich direkt Rechenzeit an den großen Mining-Farmen. Da der Kurs derzeit über 2000,-€uro liegt, kann sich das rechnen, man muss aber die Angebote sehr genau vergleichen.

Das große Geschäft mit Bitcoin-Mining

Wer sich intensiv mit den großen Mining-Firmen auseinandersetzt, bekommt einen guten Einblick, wieso man nicht mehr mit einer privat finanzierbaren Hardware „mitspielen“ kann. Kleine und mittlere Anbieter besitzen Server-Farmen, die mehrere Container umfassen, in China existiert sogar eine Mining-Firma, die sage und schreibe 3000 Angestellte hat (Details in diesem Artikel: http://www.handelsblatt.com/my/panorama/aus-aller-welt/digitale-waehrung-chinas-geheime-bitcoin-mine/19344700.html ).

Profit erzielen, ohne selbst Bitcoin-Mining zu betreiben

Alternativ kann man natürlich auch direkt BTCs (auch in kleinen Bruchteilen) kaufen oder per Social-Trading an dem Handelsverhalten anderer Experten direkt mitverdienen.

Mehr dazu in diesen Beiträgen:

Ursprünglicher Beitrag:

Diese Anleitung und der Rechner sind für Anfänger gedacht. Wir geben hier einen ersten Einblick, weiter unten gibt es einen Rechner, mit dem Sie Ihre eigene Hardware berechnen können und wir sprechen viele Dinge an, die oft von Anfängern vergessen werden.

Wer sich aber mit den Profi-Minern in Asien messen will, für den haben wir am Ende der Seite eine Liste an detaillierten Experten-Tools zusammengestellt.

Lohnt sich Bitcoin-Mining?

Das kommt darauf an, ob Sie bereits einen PC besitzen, mit dem Sie an Multipools (siehe unten) Mining betreiben können, ob Sie den Rechner sowieso schon mehrere Stunden am Tag laufen lassen und was Sie statt dessen mit dem gleichen Zeitaufwand verdienen können (siehe unten).

Mining-Profit-Rechner:

Wie die Felder ausgefüllt werden sollten ist weiter unten erklärt.

 

Anleitung/FAQ/Hilfe:

Grundsätzlich gilt (mit wenigen Ausnahmen) für alle Coins (BitCoins und andere Crypto-Coins): je mehr Rechenleistung im Netzwerk des Coins tätig ist, desto niedriger wird die Chance, neue Coins zu generieren. Der Wert, wie schwer es ist, wird als „Difficulty“ angegeben. Die Software, die man nutzt, um neue Coins zu errechnen, zeigt die Rechengeschwindigkeit in „Hashes pro Sekunde“ an (also [x] hashes/sec oder [x] kHash/sec (= KiloHashes) etc.

Wer mit seinem normalen Rechner arbeiten will kann das sogenannte Solo-Mining vergessen, die Wahrscheinlichkeit, einen BitCoin dabei zu finden, liegt Anfang 2014 bei ungefähr 5 Jahren.

Der Trick:

Man rechnet mit anderen in einem sogenannten „Pool“. Dabei sind im Moment (Anfang 2014) sogenannte Multipools mit Autotrade für Anfänger die beste Lösung: viele Rechner arbeiten zsuammen, es werden nicht nur BTCs sondern alle möglichen Währungen errechnet und der Gewinn wird aufgeteilt. je mehr man an Rechenleistung beisteuert, desto höher ist der Anteil der Einnahmen.

Welche Hardware brauche ich zum Mining?

Für BTC Mining ist sogenannte ASIC-Hardware das Beste. Für die oben genannten Multipools sind aber Gaming-Grafikkarten das Beste, wobei die ATI Grafikkarten etwas effektiver sind als die NVidia Karten (dafür haben die NVidia-GraKas bei den meisten Games ein besseres Preis/Leistungsverhältnis).

Wie nutze ich den Rechner?

Da wir hier Anfänger ansprechen, gehen wir davon aus, dass Sie breits eine Gaming-Grafikkarte besitzen.

  1. Geben Sie Ihre jetzige Hardware an: welchen Stromverbrauch hat Ihr Rechner (also nicht nur die Grafikkarte)?
  2. Wie viel zahlen Sie pro Killowattstunde?
  3. Um den Rechner zu nutzen, lassen Sie Ihre Mining-Software für ein paar Stunden auf einem beliebigen Multipool laufen. Anschließend füllen Sie die entsprechenden Felder aus.
  4. Geben Sie jetzt ein, welche Hardware Sie kaufen möchten und wie hoch der Stromverbrauch sein wird.
  5. Der Rechner zeigt Ihnen ein theoretisches Ergebnis. Und jetzt kommt der gemeine Teil, bei dem viele „Investoren“ nicht richtig rechnen:

Lohnt sich der Kauf von Mining-Hardware?

Egal, ob der Preis für BTCs oder andere Coins nach oben oder nach unten geht, es gibt mehr Dinge zu beachten:

  • Die Pools können ausfallen (DDOS-Angriffe, technische Probleme, der Admin wird krank), durch Hack-Angriffe kann auch das Guthaben gestohlen werden. Somit besteht sowhl das Risiko, direkt Geld zu verlieren, aber auch, dass über einen gewissen Zeitraum kein vergleichbarer Gewinn am Tag möglich ist. Oder die Pools werden aus persönlichen Gründen der Betreiber einfach ganz eingestellt.
  • Wenn Grafikkarten 24 Stunden am Tag laufen, müssen Sie besonders gut belüftet sein. Ein normales Gehäuse ist da nicht rastam.
  • Grafikkarten sind nicht für 24/7 Betrieb ausgelegt, es werden also Grafikkarten kaputt gehen. Sie verlieren während des Austauschs also Rechenleistung (= Einkommen), müssen Zeit investieren (in der man anderweitig Geld verdienen könnte), Sie haben u.U. Kosten durch hin- und herschicken und Support-Calls.
  • Wenn wir über eine mehrjährige Investition reden ist der gesetzliche Rahmen wichtig: derzeit gibt es keine Regulation von BitCoins. Ob das in 12 Monaten noch so ist, kann keiner wissen.
  • Sie müssen auf diese Gewinne Steuern zahlen. Noch machen das viele nicht, je verbreiteter Coins aber werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie bei der Auszahlung von Coins auf Ihr normales Konto auffallen und/oder die Bank automatisch, wie bei Gewinnen auf Ersparnisse, einen Teil an das Finanzamt abführt. Steuerzahlungen hier zu umgehen zu wollen, ist keine gute Idee: das ist kein Bagatelldelikt, der verhältnismäßig kleine Gewinn (im Verhältnis zur normalen Arbeit) rechtfertigt hier das Risiko in keiner Weise.
  • Zusätzliche Ausfälle durch Stromschwankung oder Blitzschlag sind extrem selten, können aber aufgrund der kleinen Gewinne auch erheblichen finanziellen Schaden verursachen.

Alleine diese Punkte klingen jetzt nach keinen großen Problemen. Wenn aber jemand überlegt, 10.000,-€uro in Hardware zu investieren, sind obige Punkte (und noch mehr) unbedingt in eine Berechnung einzubeziehen. Alleine wegen obiger Unsicherheiten sollte man NIE NIE NIE Schulden machen, um Mining-Hardware zu kaufen!

Fazit:

Alleine der Zeitaufwand ist schon erheblich. Man kann nicht die Mining-Hardware einmal anschalten und laufen lassen. Die Frage ist also, ob man mit gleichem Zeitaufwand und dafür ohne Investition einen (Neben-)Job sucht. Viele (wenn nicht sogar fast alle) Betreiber von sogenannten Mining-Rigs in Deutschland betreiben das Mining genau aus diesen Gründen aus Spaß an der Sache, aus Interesse an der CryptoCoin-Entwicklung und eben als Hobby. Als Ersatz für einen Vollzeit-Job kann man es in Deutschland wahrscheinlich nicht machen.

Experten-Links:

http://www.bitcoinx.com/profit/ – detaillierter Rechner, Basis ist hier die BTC Difficulty